6. SSW – Wie in einer Seifenblase

Die 6. SSW war ziemlich seltsam. Einerseits war alles ziemlich surreal, denn ich konnte gar nicht glauben, dass ich nach einer Fehlgeburt und einem Jahr „üben“ auf einmal schwanger war. Andererseits haben wir uns beide immer wieder kurz gefreut. Aber auf die Freude in der 6. SSW kam auch sofort wieder die Vorsicht. Es konnte ja zu jeder Zeit eine Blutung auftreten oder ich konnte das Kind sonst irgendwie verlieren.

6. SSW – Eine Fruchthöhle

6. SSWWir wollten uns davon aber nicht die Freude auf die bevorstehende Hochzeitsreise nehmen lassen. Einen Tag vor dem Abflug war ich noch bei meiner Frauenärztin. Ich wusste, dass ich man in der 5. SSW noch nichts sehen konnte, aber ich wusste, man würde zumindest eine Fruchthöhle reichen. Und genau das hat mir auch schon gereicht, denn so konnte ich eine Eileiterschwangerschaft ausschließen.

Meine Ärztin hatte auch sofort Verständnis für meine eilige Situation und gab mir kurzfristig einen Termin. Im Ultraschall konnte sie dann auch die Fruchthöhle sehen und Stufte mich ein paar Tage zurück auf 5+0, also auf Anfang der 6. SSW.

Mein Baby in der 6. SSW

6. SSWIn der 6. SSW ist mein Baby schon 6 Millimeter groß, das Gewicht ist aber nach wie vor nicht messbar. Aber das Herzchen beginnt jetzt schon zu schlagen. Allerdings ist es gut möglich, dass man das auf dem Ultraschall noch nicht sehen kann. Das hängt nämlich von zwei Dingen ab: die Lage des Babys und die Qualität des Ultraschallgeräts. Da ich erst in der 10. SSW wieder einen Termin bei meiner Frauenärztin hatte, weiß ich also nicht aus eigener Erfahrung, ob man schon was gesehen hätte oder nicht.

Dafür kann man sich in der 6. SSW ganz gut vorstellen, wie groß 6 Millimeter eigentlich sind: etwa so groß wie eine kleine Bohne. Süß, oder? Das Kleine wächst in der 6. SSW ziemlich schnell, innerhalb von nur sieben Tagen verdoppelt es seine Größe. Herz, Leber, Darm und weitere Eigenweide entwickeln sich, sogar das Gehirn beginnt sich bereits zu formen. Sogar das Rückenmark ist schon vorhanden.

Die Gliedmaßen, Arme und Beine, sind ganz dünne Knospen, die sich ab jetzt immer weiter und schneller entwickeln.

Ich in der 6. SSW

Ja, was soll ich sagen? Ich gehöre zu dem einen Drittel aller Frauen, die keinerlei Schwangerschaftsbeschwerden haben. Bitte schlagt mich dafür nicht, aber es ist schon ziemlich cool. Ok, meine Brüste sind ziemlich groß und saumäßig empfindlich. Ich kann mich kaum duschen und abtrocknen, geschweige denn, dass mein Mann die Rieseneuter anfassen könnte. Ich habe auch (noch) keine Verstopfung und kann problemlos aufs Klo gehen. Zumindest die meiste Zeit.

Tipp: wenn Du unter Verstopfung leidest, dann besorge Dir – sofern Du das noch nicht zu Hause hast – Magnesium für Schwangere. Davon nimmst Du zwei Päckchen pro Tag. Das schadet weder Dir noch Deinem Baby. Magnesium hat bei einer Überdosierung eine abführende Wirkung. Hat mir in der ersten Schwangerschaft (die leider mit einer Fehlgeburt endete) sehr geholfen!

Ich bin auch von Übelkeit und Erbrechen verschont geblieben. Ich hatte nur ab und zu morgens ein ziemlich flaues Gefühl im Magen. Aber auch erst ab der 6. SSW. Dagegen haben Reiswaffeln und Kräcker gut geholfen. Ich hatte immer eine Packung Reiswaffeln auf dem Nachttisch stehen und eine Packung Kräcker in der Handtasche.

Was sich allerdings in der 6. SSW sehr stark entwickelt hat, ist mein Geruchssinn. Ich kann quasi alles riechen. Hat Vor- und Nachteile, wobei ich das (noch) nicht wirklich schlimm finde.

Die Hormone spielten allerdings ab der 6. SSW ein ganz kleines Bisschen verrückt. Ich hatte im Flieger so einen „Heul-Moment“. Mein Mann schaute mich an, fragte: „Hormone?“, ich nickte und er wandte sich wieder seinem Film zu. Ich musste dann so lachen, dass gleich alles wieder vorbei war.

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.