Beikoststart – Fingerfood statt Brei

Beikoststart – Fingerfood statt Brei

18. Juni 2018 1 Von Julia
[BEITRAG ENTHÄLT WEBUNG]

Sodala, die Blogpause war echt lang. Das lag nicht nur daran, dass ich einfach keine Zeit zum bloggen hatte, sondern auch an der fiesen neuen DSVGO. Zweiteres habe ich gemeistert und Zeit hab ich… Ja… so halb 🙂 Es ist viel passiert, ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll. Deshalb starte ich einfach mit dem, was gerade aktuell ist: unser Beikoststart.

Mein Buchtipp für den Beikoststart

Mit etwa vier Monaten haben wir mit der Beikost begonnen. Paul zeigte reges Interesse an unserem Essen und die Kinderärztin gab „grünes Licht“. Wir haben Paul bereits vor der Freigabe durch die Ärztin mal ein bisschen Brei gegeben, den fand er auch ganz witzig. Aber einen konkreten Plan hatten wir nicht und an einen Beikostplan wollte ich mich schon gar nicht halten. Also habe ich mir das Breifrei-Buch* gekauft, denn ich wollte ein paar „Rezept-Ideen“. Voller Vorfreude habe ich also Brei gekocht, eingefroren und Brei-Ausstattung gekauft.

Anfangs lief das Breigeben auch echt gut, naja, wie gut es eben mit einem Baby laufen kann 😀 Aber ich habe mir eigentlich kaum Gedanken darum gemacht und Paul immer wieder Brei angeboten. Vermutlich so etwa 20-30 Mal. Und davon hat er vielleicht fünf Mal Brei gegessen. Die restlichen Male hat er einfach alles verweigert. Ich war schon total verzweifelt, weil ich nicht mehr wusste, was ich noch tun sollte. Auch feste Zeiten haben nichts gebracht, er wollte einfach keinen Brei.

Beikoststart = Breikoststart?

Dann kam mir ein Gedanke: „Es gibt doch dieses BLW.“ Also habe ich mich informiert, mir das BLW Grundlagenbuch* gekauft und mich eingelesen. Tolles Buch! Es nahm mir Ängste und klärte auf. Aber das war dann alles zu streng. Ich bin ja kein Fan von fixen Plänen, wenn es um Babys geht (mit ein paar Ausnahmen). Dann entdeckte ich das Breifrei-Buch* von Lortta Stern und das war es dann! Tolles Buch, tolle Tipps, genauso wollte ich es machen: Freestyle 🙂 Paul sollte Spaß am Essen haben und selbst seine Nahrungsmittel entdecken.

Loretta schreibt in ihrem Buch über ihren Weg der Beikosteinführung. Für sie war das BLW-Ding auch zu streng und sie hat ihrem Kind einfach am Anfang Gemüse und Obst gedünstet, solange bis das Essen gut geklappt hat. Und ich mache es genauso. Mehrmals die Woche dünste ich Gemüse und bestimmte Obstsorten. Recht praktisch hat sich dabei mein Avent-Gerät erwiesen. Das habe ich mir eigentlich für das Breimachen gekauft, aber da es auch nur dünsten kann, benutze ich es fast täglich. Das Dünsten geht sicher auch im Topf, aber jetzt hab ich das Teil schon 🙂

Beikoststart mit Fingerfood

Und was soll ich sagen: Paul steht total auf Fingerfood. Das Essen wird auf seinem Tisch durch die Gegend geschoben, es wird gemampft, gekaut und ausgespuckt. Klar, er verschluckt sich auch das eine oder andere Mal, aber bisher kam alles wieder raus. Ab und zu klopfen wir mal beherzt auf den Rücken, dann geht’s wieder 🙂

Da man für die Beikost mit Fingerfood ähnlich viel Ausstattung braucht, wie für das Breigeben, möchte ich mal kurz auflisten, was wir haben.

Unsere Ausstattung für den Beikoststart

Hochstuhl: Ja, man soll Babys erst in einen Hochstuhl setzen, wenn sie selbstständig sitzen können. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir haben den Antilop Hochstuhl von Ikea gekauft. Dazu gibt es einen passenden Sitzverkleinerer. Wir haben auch das passende Tablett gekauft, weil es einen Rand hat. Hilft aber nur bedingt gegen das Hinunterwerfen 😀 Da sitzt Paul drei Mal täglich für etwa 20 Minuten drin. Wem das zu gefährlich ist, der kann sein Kind auch einfach auf den Schoss nehmen.

Lätzchen: Wir haben zweierlei Lätzchen. Einmal mit langen Ärmeln von Lässig* und einmal aus Silikon von Yambino* [WERBUNG]. Beide haben eine Auffangschale. Ich mag beide Lätzchen, das ohne Ärmel ist praktischer, wenn es sehr warm ist.

Dampfgarer: Wie schon erwähnt, haben wir einen Dampfgarer von Avent*. Den braucht man nicht unbedingt, aber ich finde es irgendwie praktisch.

Reinigungsmittel: Pauls Essplatz wir dreimal täglich gereinigt, weil eben am Ende alles auf dem Boden liegt. Dafür habe ich – neben Küchenrolle und Feuchttüchern – den Küchenreiniger von Sagrotan gekauft. Der ist lebensmittelecht und riecht gut. Damit reinige ich den Hochstuhl und den Boden.

Das war es dann auch schon mit der Ausstattung. Auf Löffel und Teller verzichte ich, das Zeug wird nur in der Gegend herum geworfen. Praktisch sind sicherlich noch kleine Plastikdosen um Obst und Gemüse zu transportieren. Das entfällt aber recht bald, wenn die Zwerge beim eigenen Essen mitessen können.

In meinem nächsten Beitrag geht um die Lebensmittel, die für Babys geeignet sind und warum wir unser Brot für Paul selbst backen.

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