Das ultimative Kinderwunschlexikon

Das ultimative Kinderwunschlexikon

7. März 2017 0 Von Julia

Viele KiWu-Mädels – so auch ich – stellen sich irgendwann die Frage, warum es mit dem schwanger werden nicht klappen will. Wenn man alles mögliche ausprobiert hat, dann kann man schon mal am Kinderwunsch verzweifeln. Bevor es dann zur ersten Untersuchung zum Arzt geht (diese Untersuchung steht mir übrigens auch bald bevor), sollte man sich mit den wichtigsten Begriffen vertraut machen. Ich habe mich lange und intensiv mit allen möglichen Begriffen rund um den Kinderwunsch beschäftigt und für Dich das ultimative Kinderwunschlexikon zusammengestellt.

Adhäsiolyse – Adhäsionen

Zwei Wörter, die ich irgendwie schon gar nicht aussprechen kann. Aber es handelt sich hier um Verwachsungen an den Eileitern oder den Eierstöcken. Diese können nur mittels einer Operation entfernt werden. Da die Eileiter oder Eierstöcke durch die Verwachsungen verschlossen sind, kann es nicht zu einem Eisprung kommen. Allerdings liegt die Erfolgsquote nur bei etwa 50%, nicht besonders erbaulich, oder? Neben den Verwachsungen an den Eierstöcken und Eileitern kann es auch sein, dass die Gebärmutter nach einer Operation auf der Innenseite Verwachsungen hat. Das kann übrigens nicht nur nach einer Operation passieren, sondern auch nach einer Infektion der Gebärmutter.

Androgene

Noch ein Wort, dass ich nie zuvor gehört habe. Aber ich habe herausgefunden, dass es sich hierbei um männliche Geschlechtshormone handelt. Es kann schon mal sein, dass diese Androgene bei Deinem Partner nicht so richtig funktionieren. Daher sollte auch er sich testen lassen.

Basaltemperatur

Endlich ein Begriff, den wir alle kennen. Eigentlich muss ich den nicht weiter erklären. Aber ich finde, in ein Kinderwunschlexikon gehört dieser Begriff und eine kurze Erklärung: die Basaltemperatur steigt kurz vor dem Eisprung und bleibt so lange erhöht, bis die Periode einsetzt. So zumindest in der Kurzversion.

Chlamydien

Ui, das klingt nach Geschlechtskrankheit. Ist es auch, denn Chlamydien sind Bakterien, die eine sehr fiese Entzündung der Eileiter und / oder der Gebärmutter auslösen können. Schlimme Entzündungen führen zu einer Verklebung und das ist extrem hinderlich beim Kinderwunsch. Unter uns: ich hatte schon einmal Chlamydien und das Fiese daran war, dass ich es gar nicht gemerkt habe. Es war aber nicht weiter schlimm, ich habe ein Antibiotika bekommen.

Eierstöcke

Die kennen wir, denn in ihnen reifen jeden Monat – im besten Fall – die Eibläschen heran. Aber auch die Eierstöcke können dafür verantwortlich sein, dass das Wunschkind auf sich warten lässt. Möglicherweise hast Du eine Zyste – so wie ich – und das verhindert den Eisprung.

Eisprung

Hast Du gewusst, dass Du auch ohne den Eisprung Deine Periode bekommen kannst? Kein Scheiß! Bei der Periode werden das nicht befruchtete Ei und die Schleimhaut der Gebärmutter ausgeschieden. Bleibt der Eisprung aus, wird nur die Schleimhaut ausgeschieden. Ich hatte diverse Zyklen ohne Eisprung und habe dann mal recherchiert. Ich muss aber sagen, dass ich keinen Unterschied gespürt habe, denn die Schmerzen bei der Periode waren immer gleich.

Endometriose

Wieder ein Begriff, den ich noch nie gehört hatte. Also… Unter Endometriose versteht man eine Gewebewucherung, die gutartig ist. Soweit, so gut. Diese siedelt sich gerne auch mal außerhalb der Gebärmutter an und zwar in den Organen und im Gewebe, dass direkt neben der Gebärmutter liegt. Besonders beliebt sind hier die Eierstöcke und der Eileiter. Und es kommt noch besser: die Endometriose ist nicht einfach zu behandeln, das geht nur in einer speziellen Klinik.

Follikel

Das Follikel ist ziemlich wichtig, denn in ihm befinden sich nicht nur Wasser, sondern auch die Eizellen. Etwa in der zweiten Zykluswoche bilden sich die Follikel im Eierstock heran. Dabei behilflich ist ihnen das Follikel stimulierende Hormon (FSH). Dabei gibt es immer einen Follikel, der sich gegen alle anderen durchsetzt und der irgendwann platzt. Das ist dann der Eisprung.

Fruchtbare Tage

Auch das wird sicher kein unbekannter Begriff für alle KiWu-Mädels sein. Aber man sollte schon wissen, wann die fruchtbaren Tage sind und ob überhaupt ein Eisprung stattfindet. Dieser findet meistens in der Mitte des Zyklus statt. Am besten wendest Du Methoden der NFP an, um Deine fruchtbaren Tage zu finden.

Gebärmutter

Auch die Gebärmutter ist wichtig, denn sie ist ja quasi das Epizentrum des Kinderkriegens. Aber es kann auch gut und gerne mal passieren, dass sich Myome oder Verwachsungen bilden. Eine Befruchtung der Eizelle wird zwar nicht verhindert, aber sie kann sich dann schlechter oder auch gar nicht einnisten. Wenn Dir Dein Arzt Unfruchtbarkeit diagnostiziert, solltest Du ihm nicht gleich blind vertrauen, denn oftmals werden Schäden an der Gebärmutter nicht gleich erkannt.

Gebärmutterschleimhaut

Wie oben schon erwähnt, bildet sich jeden Monat – in einem gesunden Zyklus – die Gebärmutterschleimhaut. Es kann aber sein, dass sich diese Schleimhaut nicht richtig bildet und das kann eine Einnistung verhindert. Hier könnte eine Gelbkörperschwäche schuld sein.

Gelbkörperschwäche

Ist die Eizelle aus dem Eisbläschen heraus gehüpft, bildet sich aus dem Rest des Bläschens die der Gelbkörper. Und hier kann der Kern allen Übels liegen, denn es kann zwar sein, dass ein Eisprung stattfindet, aber die Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron zu schwach ist. So kann sich die Gebärmutterschleimhaut nicht auf die Einnistung vorbereiten. Aber zum Glück kann man sowas ganz gut behandeln, der Arzt muss nur eben testen, ob eine Gelbkörperschwäche vorliegt.

GnRH

Klingt wie GmbH, hat aber nichts mit einer Unternehmensgründung zu tun. Es gibt den GnRH-Agonist, den zur Behandlung von Endometriose eingesetzt, der GnRH-Antagonist um einen frühzeitigen Eisprung zu verhindern. Beides ist nur auf Rezept und nach einer ausführlichen Untersuchung zu bekommen.

NFP

NFP bedeutet „Natürliche Familienplanung“. Hier geht es darum, den Zyklus mit verschiedenen Methoden zu beobachten und damit die fruchtbaren Tage zu ermitteln.

Ovulationstest

Dieser Test sagt Dir, ob ein Eisprung stattfindet oder nicht. Das kann man mit günstigen Stäbchen machen (hier werden dann – wie beim Schwangerschaftstest – Striche angezeigt) oder mit einem teueren Zyklusmonitor.

Zervixschleim

Am Gebärmutterhals bildet sich im der Zervixschleim. Dieser Schleim verändert sich im Laufe des Zyklus. Viele Frauen beobachten ihn um festzustellen, ob sich ein Einsprung ankündigt.

Quelle:
http://www.rund-ums-baby.de/kinderwunsch/lexikon.htm