Pauls 2. Entwicklungsschub

Pauls 2. Entwicklungsschub

28. Februar 2018 1 Von Julia

Nachdem unser kleiner Mäuserich seinen 1. Entwicklungsschub gut überstanden hat, kam dann recht pünktlich um die 8. Lebenswoche auch schon der 2. Entwicklungsschub. Entgegen dem ersten Schub meisterte Paul den zweiten Schub besser, denn er schlief erst einmal ziemlich viel. Und auch sonst war es deutlich einfacher, ihn durch diese neuen Veränderungen zu begleiten. Aber vielleicht haben wir das auch nur so empfunden, weil wir mit dem 2. Entwicklungsschub deutlich mehr Erfahrung als Eltern hatten und auch Paul besser kannten.

Der 2. Entwicklungsschub um die 8. LW

Nachdem Paul nach dem ersten Schub Gegenstände sehen konnte, die weiter weg waren und auch seine ganze Umgebung mehr und besser wahrgenommen hat, sorgte der 2. Entwicklungsschub dafür, dass er Muster besser erkennen konnte. Der ganze Schub beginnt normalerweise etwa acht Wochen nach dem errechneten Geburtstermin. Wir befanden uns in der Mitte der achten Lebenswoche, als Paul mit dem 2. Entwicklungsschub startete. Aber es ist von Baby zu Baby unterschiedlich, wann es wirklich losgeht.

2. EntwicklungsschubMit dem zweiten Schub gibt es wieder eine extreme neuronale Veränderung. Paul fing tatsächlich an, noch stärker auf Kontraste und Muster zu achten. Zudem begann er, seinen Körper immer mehr und mehr wahrzunehmen. Das zeigte sich besonders dadurch, dass er am 19.02.2018 zum ersten Mal seine Faust in den Mund gesteckt und daran gesaugt hat. Schon zwei Tage vorher bestaunte er immer wieder seine Hände. Das war extrem süß anzusehen.

Die Füße werden immer interessanter. Zwar greift er noch nicht nach ihnen (Paul kann ja auch noch gar nicht greifen), aber man merkt schon, dass er sich für sie zu interessieren beginnt. Ich habe dann auch angefangen, Paul dabei zu unterstützen seinen Körper besser kennenzulernen. Ich begann seine Arme und Beine wechselseitig zu überkreuzen und führte die linke Hand zum rechten Fuß und umgekehrt. Diese Übungen unterstützen die Verbindung von rechter und linker Gehirnhälfte.

Mit dem 2. Entwicklungsschub kamen leider auch regelmäßige Bauchschmerzen. Auf einmal hatte Paul immer wieder Probleme mit dem Stuhlgang. Oft fingen die Bauchschmerzen am Vormittag an und hielten oft bis zum Nachmittag oder sogar Abend an. Wir mussten ihm sehr häufig mit Kümmelzäpfchen helfen. Das Windi verwendeten wir nur sehr selten, weil wir ja nicht wollten, dass er sich daran gewöhnt.

Licht und Schatten sind zwei Dinge, die ganz hoch im Kurs standen. Paul war total fasziniert von Mustern und unseren Lampen über dem Esstisch. Auch in unserer Küche gab es einige Kontraste, die er liebend gerne bestaunte. Ich habe dann ein paar Bücher gekauft, die eben genau dieses Entdecken von Kontrasten unterstützen:

 

 

 

 

 

 

 

Die vier Bücher gibt es als Set bei Amazon: Babys erste Bilder: Mein kleiner Bilderschatz: ab 1 Monat*. Die Bücher sind für Babys ab einem Monat geeignet. Ob und wie ein Baby damit schon interagiert, hängt von seiner persönlichen Entwicklung ab. Paul hat jetzt am Anfang nur ab und zu drauf geschaut, aber das wird noch 🙂

Dann habe ich gleich noch ein paar Bilderbücher bestellt, die bunt sind:

„Dieser kleine Bilderschatz enthält vier Bücher mit den Titeln „Tiere“, „Farben“, „Mahlzeiten“ und „Schlafenszeit“. Dank der kontrastreichen Illustrationen können schon die Allerkleinsten ihre Lieblingsspielsachen leicht wieder erkennen.“

Zum Buch: Mein kleiner, bunter Bilderschatz: ab 1 Monat*

Auch hier muss ich natürlich sagen, dass Paul die Bilder nicht wirklich dauerhaft angeschaut hat. Aber ich mag Kinderbücher und finde, man kann den Zwergen ruhig recht früh sowas zeigen. Das schadet ihnen ja nicht 🙂

Die ersten Laute mit dem 2. Entwicklungsschub

Die meisten Babys geben rund um den 2. Entwicklungsschub die ersten Laute von sich. Paul war etwas früher dran und hat schon mit sechs Wochen die ersten Laute gemacht. Es ist wirklich süß, wenn man merkt, wie sie sich mitteilen wollen und ihre Umwelt mehr und mehr wahrnehmen.

Mit dem Wahrnehmen von Mustern und dem „Laute von sich geben“ bekommen die Zwerge nach und nach ein immer besseres Bild von ihrer Umwelt. Was vorher noch ein ziemlicher Einheitsbrei war, wird jetzt langsam separiert.

Detailerkennung nach dem 2. Entwicklungsschub

Man merkte deutlich, dass Paul Gesichter ganz anders betrachtete. Er fokussierte uns teilweise richtig und verzog sogar das Gesicht ein bisschen, wenn ihm etwas scheinbar merkwürdig vorkam.

Ich wollte Paul einfach die Möglichkeit geben, so früh wie es geht, Kontraste und Muster zu erkennen. Deshalb habe ich – neben den beiden Bücher-Boxen, die ich oben gezeigt habe – auch noch zwei Bücher gekauft, die zum einen größer sind und zum anderen fast nur mit schwarz-weiß arbeiten:

 

 

 

 

Beide Bücher fand Paul schon mit knapp acht Wochen recht interessant, hat sie aber natürlich noch nicht lange angeschaut.

Uns ist auch aufgefallen, dass Paul seit einiger Zeit nicht mehr so gerne im Arm liegt, wenn er wach ist. Er möchte lieber sitzen. Das kann er natürlich selbst noch nicht, aber im Sitzen bekommt er einfach mehr mit.

In der Mitte der 8. LW begann der Schub ziemlich unangenehm für Paul zu werden. Er bekam immer mehr Bauchschmerzen und weinte sehr viel. Ich tröstete ihn wo ich konnte und gab ihm die Nähe, die er brauchte. Viel Körperkontakt hat gut geholfen. Manchmal schlug das Weinen wegen Bauchschmerzen ganz schnell in weinen wegen Hunger um. So schnell, dass wir es oft gar nicht merkten und erst nach einer ganzen Weile drauf kamen, dass er Hunger haben könnte. Auch das Einschlafen war entsprechend schwierig, denn der Zwerg tat sich sehr schwer zur Ruhe zu kommen. Wir schalteten den Fernseher aus und puckten den Zwerg, das half ihm beim Einschlafen.

Im Großen und Ganzen verlief der 2. Entwicklungsschub halbweg ok, ich glaube, es kann auch viel schlimmer sein.

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