Pauls Tagebuch // 5. Monat // 29.04.2018 – 28.05.2018

Pauls Tagebuch // 5. Monat // 29.04.2018 – 28.05.2018

28. Mai 2018 0 Von Julia

Im 5. Monaten begann der Kampf mit dem Brei und Paul entwickelte neue Schlafgewohnheiten. Ich merkte zunehmend, wie anstregend der Alltag ist und geriet häufig an und über meine Grenzen.

Pauls Schlafphasen tagsüber wurden immer kürzer und ich merkte jetzt schon, dass arbeiten mit Baby alles andere als einfach ist. Immer, wenn Paul schlief flitzte ich zum Computer und arbeitete. So kam ich leider nie in den Genuss eines Mittagsschläfchens.

Auch sein Verhalten stellte uns immer wieder vor ein Rätsel: was fehlt ihm? Wie können wir ihm helfen? Diese und gefühlte tausend andere Fragen haben wir uns täglich gestellt.

Anfang Mai hatte der Zwerg dann eine Phase, in der er nur geschrien hat. Ganz egal, was ich getan habe, er hat nur geschrien. Zudem wachte er in der Nacht drei bis vier Mal auf und schrie beim Einschlafen lautstark. Man kann sich vorstellen, dass das für uns nicht so einfach war.

Am 07.05.2018 waren wir dann doch mal bei der Kinderärztin, weil wir nicht mehr weiter wussten. Sie diagnostizierte eine Magen-Darm-Infektion. Paul wurde auch gemessen und hat innerhalb von 10 Tagen ganze zwei Zentimeter zugelegt. Kein Wunder also, dass er so geschrien hat.

Ich habe mich dann auch noch am Knie verletzt und musste wochenlang eine Stütze tragen. Geholfen hat sie nicht viel, es waren letztlich die Hormone, die meine Knie weich gemacht haben.

Bei all den schlimmen und anstrengenden Tagen, gibt es aber immer eines, das ich stets denke:

Wenn du mich anlächelt ist alles vergessen: die anstrengenden Stunden, wenn du weinst. Die schlaflosen Nächte, wenn es dir nicht gut geht. Das stundenlange herumtragen, wenn du nicht in den Schlaf findest. Und alles, was noch auf uns zu kommt.

Die Brei-Esserei wurde nicht wirklich besser. An ein paar Tagen ging es gut, dann wieder gar nicht.

Schlaftechnisch hat sich der Mäuserich zum Bauchschläfer entwickelt. Seit er fast fünf Monate alt ist schläft er auf dem Bauch. Das hat sich später auch nicht geändert.

Am 25.05.2018 kam dann der große Moment: die erste Breze. Für ein bayerisches Kind schon ein besonderer Moment 🙂 Mit Nicole im Wildpark Poing habe ich kurzerhand beschlossen, Paul eine Breze zu geben. Und er hat sie geliebt.